Sunday, July 7, 2024

Reisen ist das einzige, was du kaufst, das dich reicher macht - Teil 1

 

…und dies wird nun der letzte Beitrag sein, den ich zumindest noch in Hawai'i angefangen habe zu schreiben. Ob ich ihn hier auch noch beenden kann, weiß ich nicht. Es ist inzwischen Montag und in 2 Tagen werden wir zurück nach Deutschland fliegen. Müssen wir wohl oder übel. 😥

Heute ist Montag und das bedeutet, dass ich jetzt mit meinem Bericht eine ganze Woche zurück gehe. Vor einer Woche waren wir also auf der Kualoa Ranch. “Discover Jurassic Valley“ lautet die dicke Überschrift, wenn man auf die Internetseite geht. Klar, denn Jurassic Park 🦖 ist wohl die bekannteste und bedeutendste Produktion, die dort gedreht wurde. Es gibt immer noch einige Kulissen von diesen Filmen, aber eben auch eine ganze Menge Plätze und Bereiche, die aus anderen Filmproduktionen übrig geblieben sind. 


Das Angebot der Aktivitäten und auf welche Art und Weise man das Gelände erkunden kann, ist ziemlich vielfältig. Wir haben die 90-minütige Dschungel-Expedition gebucht und kamen mittags voller Vorfreude dort an. Egal zu welcher Tageszeit man an der Ranch vorbeikommt, der Parkbereich scheint immer brechend voll zu sein. So war es auch am Montagmittag und trotzdem fanden wir sehr schnell einen Platz, um unser Auto abzustellen. 

Wir betraten das Ranch-Gebäude durch den Souvenirshop, in dem es vor Menschen nur so wimmelte. Auch der angrenzende Imbissbereich war gut besucht. In der Bestätigungsmail meiner Buchung stand, dass man sich damit im Ticket Office melden sollte. Eine freundliche Dame, die zum Ranch Personal gehörte, erklärte mir, dass das Ticket Office auf der Rückseite des Souvenir Shops zu finden ist und somit schoben wir uns durch diese vielen Menschen zum rückwärtigen Ausgang.

Das Gelände ist weitläufig und als wir aus dem Souvenirshop traten, sahen wir noch mehr Gebäude, Unterstände, eine Pferdekoppel, viele Sitzgelegenheiten und diverse große Busse, Pick-Up Trucks mit Sitzbänken auf der ausgebauten Ladefläche und vor allem viele, viele Menschen. Jede Tour hat einen eigenen Startpunkt und so gingen wir los und suchten unseren, den wir auch zügig fanden. Da wir noch recht früh waren, entschieden wir uns, einen Blick in den Kualoa-Grown Market zu werfen, sprich in den Biomarkt der Ranch. Man muss schon sagen, dass das Gelände und all die Dinge, die man dort unternehmen kann und auch all das, was der Besitzer John Morgan ins Leben gerufen hat, sehr beeindruckend sind. Ganz hoch aufgehängt wird vor allem die ursprüngliche Natur und die Tierwelt zu schützen und zu erhalten. Wer mehr darüber lesen möchte, kann sich ja mal die Internetseite zu Gemüte führen. Dort gibt es wirklich eine Menge zu erfahren. 

Hier geht's zur Seite der Kualoa Ranch


Unser Guide für diese Tour hieß Matt und war ein sehr freundlicher und vor allem super entspannter Kerl. Unser Pick-Up Truck war bis auf einen Platz besetzt - wir waren also 15 Personen. Anschnallen war Pflicht, denn direkt zu Anfang sagte er uns, dass wir die “wildeste” Tour der Ranch gebucht hatten. Ich dachte nur: “Der kann ja viel erzählen!" Er sollte jedoch recht behalten, denn es ging Berg rauf und runter, über super unebene Pisten, durch Bäche und durch den dichtesten Dschungel. Auf der gesamten Tour “fütterte” er uns mit vielen interessanten Informationen über die Ranch; über die Kane’ohe Bucht, an der die Ranch ja liegt; über die Geschichte der Insel und vieles mehr. Er erzählte unter anderem dass Hammerhaie in die Bucht kommen um dort ihre Jungen (lebend) zu gebären; dass man in Hawai'i 97% der Dinge des täglichen Bedarfs (inklusive der Nahrungsmittel) vom Festland einschiffen oder einfliegen lassen muss; dass das Paradies permanent von invasiven Spezies aus der Flora und Fauna bedroht wird und noch weitere Fakten. Es war wirklich sehr informativ und uns hat es so gut gefallen, dass wir vielleicht noch eine weitere Tour gebucht hätten, wenn wir mehr Zeit gehabt hätten.












Ein bisschen wandeln wir dieses Jahr ja auch auf unseren eigenen Spuren von 2019, als wir zum ersten Mal hier waren. 😉 Deshalb haben wir uns am Dienstag auf den Weg nach Honolulu gemacht, um Trident Adventures einen Besuch abzustatten. Ich denke, es war vor 2 oder 3 Jahren, dass Steven Kaplan (einer der Besitzer von Trident Adventures) den Tauchshop von KoOlina nach Honolulu an den Hafen, genauer gesagt zum Aloha Tower Marketplace, verlagert hat. Als wir vor 5 Jahren genau dieses Einkaufszentrum besucht haben, waren dort nur wenige Geschäfte und nachdem sich Trident Adventures dazu entschieden hat, dorthin umzuziehen, erwarteten wir deutlich mehr Läden vorzufinden. Aber wie das so ist, werden Erwartungen nicht immer erfüllt. Der Aloha Tower wurde übrigens 1926 erbaut und ist eines der Wahrzeichen von Honolulu (Leuchtturm). 


Zum Aloha Tower


Nun ja, jedenfalls trafen wir Steve dort mittags nicht an und auch nicht Donna, die früher für ihn gearbeitet hat. Meine Freundin Gabriele aus Hamburg, die ich ebenfalls durch Hawai’i und Hawai’i Five-0 über die sozialen Medien kennengelernt habe, hat uns gebeten, Steve und besonders Donna herzliche Grüße auszurichten und eine dicke Umarmung von ihr zu geben. Das war also meine Mission, der ich im ersten Zug nicht nachkommen konnte, weil wir sie nicht angetroffen haben. Man sagte mir, dass Donna nicht mehr für Trident Adventures arbeiten würde und dass ich Steve sehr wahrscheinlich am Nachmittag im Laden vorfinden könnte. Also entschlossen wir uns nach einem Rundgang durch den gesamten Aloha Tower Marketplace, noch ein wenig Zeit im Stadtgebiet von Honolulu zu verbringen und es später noch mal zu versuchen. 


Zum Aloha Tower Marketplace


Nach einem Blick auf die Karte steuerten wir den Punchbowl Crater an, da dort der Punchbowl Scenic Lookout eingezeichnet war und Aussichtspunkte finde ich immer sehr spannend. Wie der Name vermuten lässt, ist es ein erloschener Vulkan. In Wikipedia findet man dazu das Folgende: “Der hawaiianische Name des Kraters Pūowaina bedeutet Hügel des Ablegens und bezieht sich auf Menschenopfer. Mit fast 7 Millionen Besuchern pro Jahr ist der Punchbowl Crater die meistbesuchte Touristenattraktionen Hawaiis. In dem erloschenen Krater oberhalb von Downtown Honolulu liegt das National Memorial Cemetery of the Pacific – der größte Soldatenfriedhof Hawaiis, auf dem fast 37.000 amerikanische Soldaten ihre letzte Ruhe gefunden haben.” 


Wow! 😮 Ich bin eigentlich der Meinung, bereits sehr viel über die Inseln zu wissen, aber dass ich davon nicht gehört oder gelesen hatte, konnte ich in dem Moment gar nicht begreifen. Wir machten uns auf den Weg und als wir in den Krater und damit auf den Soldatenfriedhof fuhren, wusste ich sofort, dass ich diesen Ort doch bereits kannte! Nämlich aus dem Fernsehen, denn dieser besondere Friedhof war viele Male ebenfalls Drehort meiner Lieblingsserie aus Hawai’i. 😅 Der Weg zum Aussichtspunkt hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn wir wurden mit einem wunderbaren Ausblick auf die Stadt belohnt.



Später fuhren wir zurück zum Aloha Tower Marketplace und mein Schatz blieb im Wagen, weil wir ja nicht wussten, ob Steve nun wirklich da sein würde. Ich trabte also allein zum Tauchshop und wer rollte just sein Motorrad dort aus der angrenzenden Werkstatt, als ich eintraf? Steve! Ich ging zu ihm, grinste ihn an und fragte: “Na, kennst du mich noch?” Sein strahlendes Lächeln und seine Antwort gingen mir runter wie Öl. Oh man! Ich bin ein absoluter Fan von diesem Mann, der mit seiner Art jeden Eisberg zum Schmelzen bringen könnte! 🥰 Er fragte nach meinem Schatz und als ich ihm erklärte, dass er im Auto auf mich warten würde, meinte er: “Er soll den Wagen da vorne einfach abstellen und her kommen. Hier sagt keiner was, wenn man den Wagen mal für eine Viertelstunde ohne Parkticket abstellt.” Ich schickte meinem Schatz eine entsprechende Nachricht und es dauerte nicht lange, bis er auch vor dem Ladenlokal von Trident Adventures auftauchte. 

Währenddessen unterhielten wir uns und als ich Steve erklärte, dass ich ihm Grüße ausrichten sollte und ihn aufforderte zu erraten, von wem diese Grüße sein könnten, kam wie aus der Pistole geschossen von ihm zurück: “Gabriele!” Als ich das bejahte, meinte er nur: “Lass uns ein Foto für sie machen, das du ihr dann bitte mit den herzlichsten Grüßen von mir schickst.” Gesagt, getan. Ja, so ist er. 🤩

Kurz darauf begrüßte er meinen Schatz mit einem High Five und fragte, ob wir wieder etwas mit Trident Adventures unternehmen würden. Das hätte ich wirklich sehr gerne getan, wäre auch gerne wieder aus dem Hubschrauber gesprungen, weil mir das super viel Spaß gemacht hat. Doch leider wurde uns inzwischen einfach die Zeit zu knapp. Nach ein paar Minuten verabschiedeten wir uns und ich war glücklich, dass endlich etwas geklappt hatte, um das ich gebeten worden war. Ich verschickte das Foto mit den entsprechenden Worten und wusste, dass ich damit jemandem in Hamburg eine kleine-große Freude gemacht habe. 😉

Hier geht's zu Trident Adventures

Zurück nach Kane’ohe nahmen wir wieder die “Scenic Road”, die landschaftlich sehenswerte Strecke, die unter anderem am Diamond Head Lookout vorbei führt. Du weißt schon, welche ich meine oder? 😇




Solltest du mal nach Hawai’i beziehungsweise nach O’ahu reisen, dann musst du unbedingt den Aloha Stadium Swap Meet besuchen! 👍🏻 Wir würden es wohl als Flohmarkt bezeichnen, während die Übersetzung eigentlich Tauschbörse bedeutet. An drei Tagen der Woche findet auf dem Parkplatz des Aloha Stadiums ein riesengroßer Markt statt. Es gibt Souvenirs jeglicher Art zu kaufen. Für das leibliche Wohl wird von vielen kleinen lokalen Anbietern gesorgt.


Es war die Idee meiner Freundin Bobby, dort schon sehr frühzeitig hinzufahren und sie hatte absolut recht damit. Schon gegen 8 Uhr am Mittwochmorgen fuhren wir auf das Parkgelände, während noch gar nicht alle Stände fertig aufgebaut waren. Wir schlenderten etwa zwei Stunden über den Markt, der endlos schien, kauften eine Menge Souvenirs und auch ein paar lokale Leckereien. Gegen 10 Uhr suchten wir nur noch nach Schatten, denn die hawaiianische Sonne begann uns mächtig zuzusetzen. 🥵


Dieser Markt ist wirklich sehenswert und da ich nach ein paar konkreten Dingen für mich selbst gesucht hatte, war ich sehr dankbar, dass Bobby sich für mich bei den Händlern ins Zeug legte. ❤ Man sagt mir zwar immer wieder, dass mein Englisch sehr gut sei, aber auch ich habe hier und da so meine Hemmschwelle. Unsere Einkaufstour endete schließlich in Kane’ohe bei Starbucks, wo wir uns eine Erfrischung gönnten und noch eine Weile plauderten, bevor wir Bobby wieder bei sich zuhause absetzen. Es war ein weiterer rundherum gelungener Tag - ohne Frage! 🙏🏼


Es gibt da etwas, das ich auch bereits 2019 auf meiner Liste hatte und das ich am nächsten Tag endlich von meiner Liste streichen konnte - und zwar den Byodo-In-Temple in Kane’ohe, den wir am Donnerstag besichtigten. Dieser buddhistische Tempel liegt am Fuße der Ko’olau Berge im Valley of the Temples (Tal der Tempel). 1963 erbaut, ist er eine kleinere Nachbildung des fast 1.000 Jahre alten Byodo-in-Tempels in Uji (Japan), ein Wahrzeichen des Bundesstaates Hawai’i und gehört zum Weltkulturerbe der Vereinten Nationen. Es ist ein sehr friedvoller und beeindruckender Ort.


Zum Byodo-In-Tempel


Gleich am Anfang der Tempelanlage findet man die Bon-Sho, die heilige Glocke, die jeder Besucher läuten darf, um auf diesem Wege den eigenen Geist von bösen Gedanken und der Versuchung zu reinigen. Es wird gesagt, dass das Läuten der Glocke Glück, Segen und ein langes Leben bringt. Üblicherweise läutet man sie, bevor man den Tempel selbst betritt. Wir haben sie beide geläutet und danach barfuß den Tempel betreten, ein Räucherstäbchen entzündet und gebetet. Anschließend haben wir uns noch eine ganze Weile im Garten an den Koi-Teichen aufgehalten, die friedvolle Atmosphäre und die Schönheit der Natur genossen. Ich hätte noch länger dort verweilen können.


Ach ja, dieser Ortsteil von Kane’ohe heißt übrigens ʻĀhuimanu, was so viel wie Schwarm von Vögeln bedeutet. 













Weiter geht's in Teil 2 😉



Monday, June 24, 2024

Manchmal sind Wunder einfach nur gute Menschen mit guten Herzen

 

Kennst du das auch? Leichtfertige Zusagen an jemanden zu machen, die einen dann vor ziemliche Herausforderungen stellen? So geht es mir aktuell. 😉

“Oh! Du fliegst nach Hawaii?! Wow! Kannst du mir .. mitbringen? Und vielleicht auch …? Das wäre echt toll!” Kennst du das auch, dass Freunde dich bitten, etwas bestimmtes von irgendwelchen besonderen Orten mitzubringen? Ist ja prinzipiell keine große Sache und man macht es ja gerne für die Menschen, die einem lieb und teuer sind. Aber manchmal entwickelt sich diese Bereitschaft zu einem Fluch - zumindest geht es mir gerade so, denn die Anzahl der Souvenirs, die ich mit nach Hause nehmen möchte, um meinen Lieben eine Freude zu bereiten und die Anzahl der Dinge, um die ich gebeten wurde, ist exponentiell angestiegen, so dass ich aktuell nicht weiß, ob ich all dies überhaupt in meine Koffer verstaut bekomme. Und dann gibt es noch die nächste Eskalationsstufe, wenn man die Sachen, um die man gebeten wurde, nicht finden kann oder es diese Sachen einfach nicht mehr gibt. Oh man! 🙄 


Inzwischen ist schon wieder mehr als eine Woche seit meinem letzten Blogeintrag vergangen. Ich habe es einfach nicht geschafft, mich abends noch hinzusetzen und zu schreiben. Tja, bin auch inzwischen nicht mehr die Jüngste. Meine Freundin Bobby würde mich jetzt wieder schelten und sagen, dass ich doch noch ein junger Hüpfer bin! 😅 Aber von Bobby erzähle ich dir später. Erst mal der Reihe nach. 


Wir waren vorletzte Woche am Mittwoch in Pearl Harbor. Also, ich werde es nicht müde zu sagen, dass ich es weder mit Kriegsgeschichten, noch mit Kriegsgerät wie Schiffen, Flugzeugen, Panzern und Ähnlichem habe. Krieg ist etwas Schreckliches, das leider zu uns Menschen gehört. Egal zu welcher Zeit unserer Menschheitsgeschichte, egal wo auf dieser Welt, Krieg ist niemals gut. Von daher war mein Interesse an Pearl Harbor nicht besonders groß. Ich wollte gerne einen kurzen Blick auf die Missouri werfen, quasi die Lage überblicken, vielleicht noch ein Foto machen, und dann weiter zu einem der angrenzenden Einkaufszentren fahren, um dort nach ganz bestimmten Wunsch-Souvenirs zu suchen.


Wir fuhren also auf den Parkplatz des Pearl Harbor National Memorials. Die Gebäude verdeckten den Blick auf die Missouri, die ja auf Ford Island fest verankert liegt und hatten ein Ausmaß, dass ich gar keine Lust hatte, auszusteigen. Ich ließ meinen Schatz alleine los traben und blieb im Auto sitzen. Während ich im Auto saß, bemerkte ich, dass man das Parken bezahlen musste und hoffte, dass mein Schatz bald zurückkommen würde. Das tat er auch und berichtete mir, dass der Eintritt in das Museum kostenlos sei und man nur das Parken mit 7 US Dollar bezahlen musste. Ich war positiv überrascht, da ich einen Eintritt erwartet hatte, aber dennoch reizte es mich überhaupt nicht, dort hinein zu gehen. Entsprechend machten wir uns auf den Weg zum nächsten größeren Einkaufszentrum.


Doch das war leider eine Pleite auf voller Linie, weil es dort keine Souvenirs gab. Und wieder war ich überrascht. Mein Schatz hatte in dem offen gestalteten Museum einen Souvenirshop gesehen und somit fuhren wir zähneknirschend (meinerseits) noch einmal nach Pearl Harbor zum National Memorial zurück. Während sich Regenschauer und Sonnenschein abwechselten, spazierten wir ein wenig über das offene Gelände und machten ein paar Fotos. Tja, um es mit der hiesigen Sprache zu sagen: What a bummer! Was für eine Schande! Die beauftragten Wunsch-Souvenirs aus Pearl Harbor fanden wir auch in diesem Souvenirshop NICHT. 🙈 Enttäuscht machten wir uns auf den Heimweg.







Auf dem Rückweg nach Kane’ohe fuhren wir unsere bevorzugte Strecke durch Honolulu, Waikiki, Kaimuki, ‘Aina Haina, Hawaii Kai, Waimanalo, Maunawili und Kailua. Wir machten kurz Halt am Diamond Head Lookout und genossen für ein paar Minuten den Ausblick über die Bucht, die bei Surfern sehr beliebt ist. Dieser Anblick wird niemals alt werden! Nur ganz kurz sei erwähnt, dass diese Parkbucht ebenfalls einer der vielen Drehorte von Hawaii Five-0 war. 





Etwas Besonderes sollte für mich der nächste Tag werden. Dass ich bereits seit ein paar Jahren recht aktiv in den sozialen Medien bin, ist ja kein Geheimnis und so ergab es sich, dass ich im Juli 2020 auf Twitter mit einer Dame aus Hawaii in Kontakt kam. Es war zu Zeiten der hässlichen C-Geschichte und wir verglichen, wie es damals in Deutschland und Hawaii zuging. Bobby, so ihr Name, und ich verstanden uns auf Anhieb und tauschten uns im Laufe der Zeit über viele Themen aus. ❤ Als ich dann vor einigen Wochen auf Twitter schrieb, dass ich endlich wieder nach Hawaii reisen werde, hatte ich innerhalb kurzer Zeit eine Nachricht von ihr, dass wir uns dann ja endlich treffen können und sie schon sehr aufgeregt sei. Wir tauschten unsere Telefonnummern aus und für mich stand ohne Zweifel fest, dass wir uns endlich persönlich kennenlernen würden.


Tja, diese dumme Erkältung hat es noch ein wenig verzögert, aber am Donnerstag war es dann so weit. Wir verabredeten uns in einem Starbucks in Kailua und als diese wunderbare Dame von 76 Jahren auf mich zukam, lagen wir uns sofort in den Armen und drückten uns. So ziemlich das erste, was sie sagte, war, dass es sich anfühlte, als würden wir uns schon ewig kennen und das kann ich nur bestätigen. 🙏🏼 Wir holten uns etwas zu trinken und saßen mehr als 2 Stunden zusammen und redeten über alles mögliche. Ist es nicht wunderbar, so etwas zu erleben? 🥰 Ich war regelrecht beseelt, als wir uns auf den Weg zurück nach Kane’ohe machten, denn wir wollten uns auf jeden Fall wiedersehen. ❤


Am nächsten Tag, am Donnerstag, erkundeten wir Kailua Beach, denn die Strände dort sind mindestens genauso legendär und wunderschön wie die von Waimanalo. Aber seht selbst! 



Wie ich schon in meinem letzten Beitrag erwähnt habe, sind wir aktuell sehr unternehmungslustig. Zum einen, weil wir so einiges tun und sehen wollen und zum anderen, weil uns nun doch die Zeit knapp wird. Und so waren wir am Freitag mit meiner Freundin Mary verabredet. Sie wollte mit uns zum Essen ins Restaurant M.A.C. 24/7 des Hilton Waikiki Beach in Honolulu, in dem eine ihrer Schwestern seit mehr als 20 Jahren kocht. Dieses Restaurant ist bekannt für seine Pfannkuchen (auch für eine Pancake Challenge über 5lbs - 2,5 kg) und für seine Prime Ribs. Als Vorspeise hatten wir Ahi Poke Nachos bestellt (Ahi-Avocado-Poke mit würziger Sriracha-Aioli und Soja-Ingwer-Glasur; Ahi ist Thunfisch, in diesem Fall roher Thunfisch) und als Hauptspeise hatten wir uns für Fisch, Prime Rib und Rib-Eye entschieden, und ich kann dir sagen, dass ich dort das beste Stück Rindfleisch seit langem auf meinem Teller hatte. Es war ein Hochgenuss! 😋





Im Anschluss fuhren wir kurzentschlossen in den Ala Wai Boat Harbor, um von dort aus das Waikiki Feuerwerk anzusehen, das jeden Freitagabend an der Hilton Lagoon veranstaltet wird. Es herrschte ein wahnsinniges Chaos an Autos und Menschen dort, die alle noch ein Plätzchen suchten oder bereits in zweiter oder dritter Reihe parkten. Es gab Pick-Ups, von deren Ladefläche laute Musik plärrte; Imbissstände längs der Straße; viele Menschen, die zur Lagune strömten, während die Lagune selbst bereits extrem bevölkert war. Es herrschte eine richtige Partystimmung, die ansteckend war. Pünktlich um 20 Uhr begann das Feuerwerk und es war sehenswert - auch wenn es “nur” 10 Minuten dauerte. Ich denke, das werden wir am nächsten Freitag uns wieder antun, denn es war wirklich ein richtiger Gaudi! Auf jeden Fall hatten wir einen wunderbaren Abend, an den wir noch lange zurückdenken werden. 🙏🏼







Getreu dem Wochenende haben wir den Samstag gemütlich und ohne große Planung starten lassen. Kurzentschlossen fuhren wir am Nachmittag hoch an die Northshore und weiter bis Hale’iwa, holten uns dort “Spicy Shrimps” an einem Shrimp Truck und fuhren dann noch weiter durch Waialua bis zum Mokulēʻia Rock Beach, dem westlichsten Zipfel der Insel. Damit haben wir die Insel zu 99% umrundet. Zu 100% geht es nicht - zumindest nicht mit dem Auto. 




Jetzt mal zu einem anderen Thema. Wer sich ein wenig mit Amerika auskennt, der weiß vermutlich, dass es hier eine Vielzahl von Kirchen und Glaubensgemeinschaften gibt. Die große Fülle der verschiedenen Kulturen bedingt dies auch hier in Hawaii. In jeder Ortschaft - egal wie klein - gibt es mindestens zwei bis drei Glaubensstätten, an denen sich die Menschen zusammenfinden. Man geht auch nicht unbedingt dort in die Kirche, wo man wohnt, sondern hat die freie Wahl. Die Gestaltung ist vermutlich genauso vielfältig und unterschiedlich wie die vielen Kulturen auf den Inseln.


Meine Freundin Mary hat uns in ihre Kirche eingeladen und direkt mal das Wort “Hale Pule” - hawaiianisch für Gebetshaus oder Kirche - mit den Worten entkräftet: “Das ist im Freien, in einem offenen Zelt, nicht in einem Gebäude." Wir waren also neugierig und folgten am Sonntagmorgen ihrer Einladung zur Hāmama Community Church in Kahalu’u. Unter einem offenen Zelt kommen dort jeden Sonntag Alt & Jung zusammen und bringen für das anschließende gemeinsame Mittagessen sogar Essen und Getränke mit. Wir fanden uns somit um 10:30 Uhr im Kreise der verschiedensten Menschen wieder, die uns alle sehr herzlich begrüßten, während Mary uns als Freunde aus Deutschland vorstellte. Es gab Gebete auf Hawaiianisch, religiöse Lieder auf Englisch und Hawaiianisch, eine Geschichte aus der Kinderbibel für die Keikis (Kinder) und eine Passage aus der Bibel für die Erwachsenen. Für die entsprechende Musik sorgten die Mitglieder selbst, denn es wurden zwei Ukulelen, eine Gitarre und ein Cajon (Beat Box Trommel) gespielt. Anschließend gab es ein gemeinsames Mittagessen und sehr anregende Gespräche. 🌺



Das war mal eine völlig andere Erfahrung zu den Gottesdiensten, wie man sie bei uns kennt, und es hat mir sehr gut gefallen - obwohl ich absolut nicht religiös bin. Hier zählt die Gemeinschaft so unglaublich viel mehr und man weiß jeden einzelnen zu schätzen. Es hat uns so gut gefallen, dass wir am kommenden Sonntag dieser Glaubensgemeinschaft wahrscheinlich wieder einen Besuch abstatten werden. 


Du siehst, Langeweile haben wir nicht und du kannst dich auch schon auf den nächsten Beitrag freuen, in dem ich von unserer nächsten Woche berichten werde. Wir haben echt eine Menge erlebt in unserer letzten kompletten Woche hier auf O’ahu. 


Aloha!🤙🏼



P.S. Denk dran: Um die Fotos zu vergrößern, einfach anklicken! 😉